Für ein aktuelles Projekt und unsere weitere Zusammenarbeit benötigten meine Kollegin und ich ein System zur Versionsverwaltung, um gemeinsam am Code (XHTML, CSS und PHP) arbeiten zu können. Durch Gespräche mit Kollegen waren mir vier Systeme aus dem Open-Source-Bereich namentlich bekannt, nämlich CVS, Subversion, Git und Mercurial.
Die ersten beiden sind schon ziemlich in die Jahre gekommen und die beiden anderen sind derzeit wegen ihres dezentralen Ansatzes sehr populär. Erste Erfahrungen mit der Versionsverwaltung konnte ich vor etlichen Jahren mit Subversion sammeln, über das Ein- und Auschecken von Änderungen gingen diese jedoch nicht hinaus. Somit ist das meiste im Bereich der Versionsverwaltung für mich Neuland und ich ging relativ unbeleckt an die Sache heran.
Die Entscheidung
Die zentralen Systeme CVS und Subversion schieden aus, da ich öfters rein lokal mit dem Notebook arbeite und dabei natürlich keinen Zugriff auf einen Server habe.
Da meine Wenigkeit im Gegensatz zu meiner Kollegin zudem eher eine Nachteule ist und wir keine eigenen Server besitzen (auch wenn meine NAS durchaus eine Möglichkeit darstellen würde), musste trotz einer verteilten Versionsverwaltung ein externes Hosting für ein Repository her. Die beiden bekanntesten Plattformen sind wohl BitBucket (Mercurial) und GitHub (Git), wobei Github populärer zu sein scheint.
Die Entscheidung für Git wurde uns jedoch dadurch abgenommen, da uns ein privates Repository auf GitHub zur Verfügung gestellt wurde. Derzeit nutzen wir kostenlose Github-Accounts, um mit diesem Repository zu arbeiten. Langfristig werde ich jedoch zu einem kostenpflichtigen Account wechseln, sofern sich die Plattform bewähren sollte.
Ein GUI-Client für Windows
Nachdem uns diese grundsätzliche Entscheidung abgenommen wurde, begab ich mich auf die Suche nach einer brauchbaren Windows-Integration. Da ich immer noch Notepad++ nutze und mich nie wirklich an eine IDE gewöhnen konnte (obwohl mir schon Eclipse und Netbeans schmackhaft gemacht wurden), schwebte mir eine Integration in den Windows Explorer vor.
Schnell wurde ich in den englischen Beiträgen What is the Best Git GUI (Client) for Windows? (23. August 2010) und 5 Windows Git Clients To ‘Git’ The Job Done (07. Oktober 2010) fündig. Von den dort vorgestellten Möglichkeiten gefielen mir auf Anhieb SmartGit und TortoiseGit. Da SmartGit leider nur für den nicht-kommerziellen Bereich kostenlos ist, entschied ich mich für Tortoise. Beschleunigt wurde diese Entscheidung von den positiven Erinnerungen an TortoiseSVN.
Fazit
Noch ist keine endgültige Entscheidung bezüglich der zukünftigen Nutzung von Git, Github und TortoiseGit gefallen, aber für das aktuelle Projekt werden ich diese Kombination einmal testen.
Wie sieht es bei Euch aus, habt Ihr bereits positive oder negative Erfahrungen mit dieser Kombination gemacht?



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